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Welche Ex-Zonen gibt es?

Als Ex-Zonen bezeichnet man speziell gekennzeichnete Bereiche, in denen die Gefahr einer Explosion oder Staubexplosion besteht, da in ihnen zündfähige Konzentrationen brennbarer Gase oder Stäube auftreten können. Je nach Gefährdungslage unterscheidet man verschiedene Ex-Zonen.

Inhaltsverzeichnis

Krayer Ex-Zonen Titel

Wann sind Bereiche explosionsgefährdet?

Doch wann sind Bereiche überhaupt explosionsgefährdet? Brennbare Gase, Nebel und Dämpfe können nur dann explodieren, wenn ihre Konzentration in der Umgebungsluft innerhalb eines bestimmten Bereichs liegt. Die Grenzen dieses Bereichs bezeichnet man als Zündgrenzen. Gemische aus Umgebungsluft und Staub sind nur dann explosionsfähig, wenn es sich um feinste Partikel brennbaren Materials wie Mehl oder Kohle handelt.

Die Einteilung der Ex-Zonen in der Übersicht

Explosionsgefährdete Bereiche werden nach der Häufigkeit und Dauer des Vorkommens explosionsfähiger Atmosphären in drei verschiedene Zonen unterteilt, wobei in dieser Zoneneinteilung nochmals zwischen Gasen, Dämpfen und Nebeln auf der einen sowie Stäuben auf der anderen Seite unterschieden wird, sodass es insgesamt sechs Ex-Zonen gibt.

Zone 2 bzw. Zone 22

In der Ex-Zone 2 ist mit dem Auftreten einer explosionsfähigen Atmosphäre im Normalbetrieb, wenn überhaupt, nur selten und kurzzeitig zu rechnen. Die gesetzlichen Regelungen geben keine Auskunft darüber, was „selten“ bedeutet. In der Praxis hat sich jedoch die Ansicht durchgesetzt, dass schon ein einmaliges Auftreten einer explosionsfähigen Atmosphäre im Jahr die Einstufung eines Bereichs als Zone 2 erforderlich macht. Besteht die Explosionsgefahr für weniger als 30 Minuten pro Jahr, spricht man gemeinhin von einer „kurzen Zeit“.

Für die Zone 22 gelten die gleichen Bedingungen, jedoch in Bezug auf das Auftreten einer explosiven Wolke von Staub.

Zone 1 bzw. Zone 21

Die Ex-Zone 1 ist ein Bereich, in welchem sich unter normalen Bedingungen gelegentlich eine explosionsfähige Atmosphäre bilden kann. Von einem „gelegentlichen Auftreten“ spricht man gemeinhin, wenn die explosive Atmosphäre während weniger als 50 % der Betriebszeit, aber länger als insgesamt 30 Minuten pro Jahr, besteht.

Auch für die Zone 21 gelten analoge Zeiträume für explosive bzw. brennbare Stäube.

Zone 0 bzw. Zone 20

In der Zone 0 ist eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre im Normalbetrieb häufig vorhanden. Als „häufig“ gilt das Vorkommen einer solchen Atmosphäre, wenn sie während mehr als 50 % der Betriebszeit auftritt. In der Praxis sind fast nur Rohre und Behälter, die mit entsprechenden Gasen oder Flüssigkeiten gefüllt sind, zur Zone 0 zu rechnen.

Die Gefährdung durch eine Staubexplosion findet ihre Entsprechung in der Zone 20.

    Sie haben Fragen zum Thema UL Schaltschränken für Nordamerika? Dann lassen Sie uns persönlich sprechen.

    Ex-Zonen: Richtlinien, Gesetze und Normen in den USA

    Eine Explosion in einem Industrie-Betrieb kann gefährliche Folgen haben. Darum haben die zuständigen Gesetzgeber umfangreiche Vorschriften zum Explosionsschutz im Allgemeinen (Kennzeichnung der Zonen, Schutzmaßnahmen etc.) und zu Konstruktion und Betrieb elektrischer Geräte in Ex-Bereichen im Besonderen erlassen. In den USA regelt der National Electrical Code (NEC) in den Artikel 500 bis 505 die Anforderungen an Schaltschränke, die in einer Ex-Zone eingesetzt werden sollen.

    Welche Anlagen und Schaltschränke dürfen in Ex-Zonen eingesetzt werden?

    In allen Ex-Zonen dürfen nur solche Anlagen und Schaltschränke eingesetzt werden, die explosionsgeschützt bzw. staubexplosionsgeschützt sind. Die Erfüllung dieser Anforderungen lässt sich am besten durch eine Zertifizierung nach UL 1203 nachweisen. Eine entsprechende Kennzeichnung weist den Schrank gegenüber den lokalen Aufsichtsbehörden als geeignet für den Einsatz im Ex-Bereich aus und erleichtert so die Inbetriebnahme ganz erheblich.

    Als UL-zertifizierter Schaltschrankbauer fertigen wir bei Krayer Schaltschränke, die den strengen Anforderungen der UL 1203 entsprechen.

    Welche Zündschutzarten gibt es für Schaltschränke in Ex-Zonen?

    Grundsätzlich unterscheidet man bei Vorkehrungen im Rahmen des Explosionsschutzes zwischen primären, sekundären und tertiären Maßnahmen. Während primäre Maßnahmen darauf abzielen, das Entstehen einer explosionsfähigen Atmosphäre zu verhindern, versuchen sekundäre bzw. tertiäre Maßnahmen, eine Explosion zu vermeiden bzw. ihre Auswirkungen zu beschränken. Zu diesen Zwecken stehen eine große Zahl technischer Maßnahmen zur Verfügung, weshalb wir hier nur einige Beispiele anführen können.

    Überdruckkapselung

    Eine weit verbreitete Methode zum Schutz gefährdeter Anlagen und Geräte ist die sogenannte Überdruckkapselung. Dabei werden die Teile, die eine mögliche Zündquelle darstellen, vor einem Kontakt mit der explosionsgefährdeten Atmosphäre isoliert. Bei der Überdruckkapselung ist ein Schaltschrank hierzu mit einem Inertgas gefüllt, dass ein Eindringen der explosionsfähigen Atmosphäre verhindert. Wichtig dabei ist, dass das Inertgas unter höherem Druck steht als die Atmosphäre außerhalb des Schaltschranks. Es handelt sich um eine sekundäre Maßnahme.

    Druckkapselung

    Bei Schaltschränken kommt als tertiäre Explosionsschutzmaßnahme häufig die druckfeste Kapselung zum Einsatz. Schaltschränke mit einer druckfesten Kapselung sind so konstruiert, dass sie einer Explosion in ihrem Innern standhalten und diese auch durch die Öffnungen nicht nach außen durchschlagen kann.

    Krayer Systemtechnik- umfassende Kompetenz in UL

    Familiengeführt seit 1989

    Zwei Generationen in einem Unternehmen. Jeder hat andere Stärken und daher auch andere Aufgaben. Genau diese gelebte Ergänzung macht uns stark. Zum Wohle der Mitarbeiter und der Kunden.

    Umfassende Kompetenz & Erfahrung

    “Was auch immer sein wird, ich bin überzeugt, dass letztlich alles gut sein wird.”
    Diese persönliche Erfahrung prägt uns, lässt uns über uns hinauswachsen und auch Unmögliches in die Tat umsetzen.

    1st Choice in Control Panel

    Mit dem KRAYER-Knowhow sind wir sicherlich die erste Wahl für Unternehmen, die einen Schaltschrank nach UL-Norm benötigen. Doch für jeden von uns ist das auch der Anspruch in allem, was wir tun.

    Über den Autor

    Benedikt Krayer

    Als Betriebsleiter dreht sich bei Benedikt Krayer alles um die Planung, Konstruktion und Fertigung von UL Steueranlagen.

    Er koordiniert u.a. die Abläufe, erstellt die Produktions- und Auftragsplanung und ist Ansprechpartner für die Kunden.

    Kurzum: er sorgt dafür, dass die Produktion läuft.

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