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Limited Production Certification

Wenn Produkte nicht für die Serienfertigung bestimmt sind, ist die Limited Production Certification ideal, um flexibel maßgeschneiderte Produkte auf den internationalen Markt zu bringen.

 

Inhaltsverzeichnis

Die Limited Production Certification ist ideal für die Zertifizierung von Produkten, die nicht in Serie angefertigt werden.

Bezug zur UL

Eine Limited Production Certification bietet Ihnen die maximale Sicherheit beim Export Ihrer Anlage in die USA oder Kanada. Dabei findet die Abnahme durch Underwriters Laboratories bereits in Deutschland statt und wird mit einem entsprechenden UL-Prüfsiegel bestätigt.

Was ist die Limited Production Certification?

Die Limited Production Certification (LPC) ist eine Zertifizierung für Produkte, die in begrenzten Mengen oder als Einzelstücke hergestellt werden, insbesondere maßgefertigte, spezialisierte oder prototypische Produkte.

Was versteht man unter der Limited Production Certification

Die LPC ist ein Zertifizierungsprozess, der für Produkte gedacht ist, die nur in begrenzten Mengen oder als Einzelstücke hergestellt werden. Dementsprechend ist diese Zertifizierung besonders relevant für maßgefertigte, spezialisierte oder prototypische Produkte. Nach der erfolgreichen Zertifizierung und der Anbringung des entsprechenden Labels kann das Produkt in den nordamerikanischen Markt exportiert werden. Die Limited Production Certification ist also eine effiziente Lösung für Hersteller, die ihre Produkte unter Einhaltung anerkannter Sicherheits- und Qualitätsstandards auf den Markt bringen möchten.

Wann ist eine Limited Production Certification sinnvoll?

Produkte, die besonders geeignet sind für eine Limited Production Certification (LPC) sind Industriemaschinen, Schaltschränke und betriebsbereite Einzelsysteme, wie Handlingsysteme oder Hydraulikaggregate, die in Einzel- oder Kleinserien gefertigt werden. Dabei sollen sie eine jährliche maximale Stückzahl von mehreren Hundert und eine maximal neunzig tägige Produktionsdauer nicht überschreiten.

In Deutschland zulassen, in die USA und Kanada exportieren

Eine Limited Production Certification ist eine Zertifizierung nach international anerkannten Industriestandards. Dadurch ist es möglich, LPC gelabelte Produkte problemlos nach Nordamerika zu exportieren. Besonders wichtig ist diese Zertifizierung für den industriellen Maschinenbau, die Windkraftanlagen- und die Schaltschrankbranche – also Bereiche, in denen häufig Speziallösungen für besondere Anforderungen nötig sind. Sie vereinfacht den Exportprozess und den Markteintritt und wird typischerweise von Nationally Recognized Testing Laboratories (NRTLs) wie UL (Underwriters Laboratories) oder CSA (Canadian Standards Association) vergeben.

Die LPC (Limited Production Certification) ist ein international anerkannter Industriestandard.

Was sind die Voraussetzungen für die LPC?

Um eine Limited Production Certification (LPC) zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die sicherstellen, dass das Produkt den erforderlichen Standards und Sicherheitsanforderungen entspricht.

Zunächst muss das Produkt einem akkreditierten NRTL-Standard, wie zum Beispiel UL 508A oder CSA C22.2 No.14, zugeordnet werden können. Dies bedeutet, dass das Design und die Konstruktion des Produkts den spezifischen Anforderungen dieser Standards entsprechen müssen. Die LPC eignet sich außerdem für Fälle, in denen eine signifikante Modifikation an einem bereits gelisteten Produkt vorgenommen wird.

Um die Einhaltung der Standards zu prüfen, muss das Gerät in einem betriebsbereiten und funktionsfähigen Zustand sein, sodass Leistungs- sowie Funktionstests durchführbar sind. Für Produkte, die in Kleinserien gefertigt wurden, gilt zudem, dass alle Einheiten der Serie identisch ausgeführt sein müssen.
Es ist jedoch zu beachten, dass die Limited Production Certification nicht anwendbar ist, wenn keine veröffentlichte Norm oder kein Normentwurf für das betreffende Produkt existiert.

Ablauf der Limited Production Certification

Die spezifischen Anforderungen und Prozesse für die Erteilung einer Limited Production Certification (LPC) variieren je nach Instanz, die die Zertifizierung durchführt, das heißt Organisationen wie die Underwriters Laboratories (UL) der USA oder TÜV in Deutschland haben jeweils eigene Kriterien und Verfahrensweisen. Wobei alle das gemeinsame Ziel verfolgen, Sicherheit und Qualität zu gewährleisten.

Die Konformität des Produkts wird bestätigt

Typischerweise beinhaltet der LPC-Prozess eine eingehende Analyse des Produktentwurfs, eine Überprüfung der verwendeten Materialien und Komponenten sowie Tests und Inspektionen, die entweder im Herstellerwerk oder in einem Prüflabor durchgeführt werden. Geprüft wird die Einhaltung der Sicherheitsstandards, der Leistungskriterien und der spezifischen Branchennormen. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung und Zertifizierung wird ein entsprechendes Zertifikat oder Label ausgestellt, das die Konformität des Produkts mit den relevanten Standards bestätigt.

Die Limited Production Certification garantiert die Einhaltung der Standards

Dieser Prozess gewährleistet, dass auch Produkte, die in begrenzter Stückzahl hergestellt werden, den erforderlichen Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen und erleichtert so den Zugang zu internationalen Märkten: Nach erfolgreicher Zertifizierung kann das Produkt in den gesamten USA und Kanada verkauft werden. Lokale Prüfstellen übernehmen abschließend vor Ort die Kontrolle der Montage und der elektrischen Anschlüsse.

Vorteile der Limited Production Certification

Dadurch, dass die Abnahme durch anerkannte NRTLs wie Underwriters Laboratories (UL) oder CSA (Canadian Standards Association) bereits in Deutschland stattfindet und mit einem speziellen Prüfsiegel bestätigt wird, erhalten Sie noch vor dem Export die Bestätigung über die Konformität mit allen nötigen Normen. Eine Limited Production Certification bietet also die maximale Sicherheit beim Export einer Maschine oder Anlage.

Weniger Probleme und vereinfachte Kommunikation

Das dient nicht nur der Vermeidung von Problemen bei Inspektionen oder in Versicherungsfällen, sondern hat auch den Vorteil, dass die zuständige Prüfinstanz am Einsatzort die Klärung aller offenen Fragen mit den Authorities Having Jurisdiction (AHJ) übernimmt. Zudem wird durch die Limited Production Certification sichergestellt, dass die gesamte Anlage in Nordamerika wie ein Bauteil behandelt wird, was die Integration und den Einsatz vor Ort massiv erleichtert.

Mehr Flexibilität, weniger Zeit und Kosten

Überdies behält die LPC auch bei einer Verlegung der Anlage ihre Gültigkeit, was Flexibilität und Kontinuität gewährleistet. Das bedeutet in der Praxis, dass, wenn eine Anlage mit LPC-Zertifizierung an einen anderen Ort in Nordamerika verlegt wird, die bereits erlangte Zertifizierung weiterhin gültig ist. Das erleichtert den Transfer und die Inbetriebnahme der Anlage an verschiedenen Standorten, ohne dass zusätzliche Zertifizierungsschritte oder lokale Inspektionen notwendig sind. Dies kann Zeit und Kosten sparen und die Flexibilität für Hersteller, die ihre Anlagen möglicherweise an verschiedene Standorte liefern oder verlegen müssen, erhöhen.

Zusammenfassung

Die Limited Production Certification (LPC) ist eine Zertifizierung für maßgeschneiderte oder in kleinen Serien gefertigte Produkte, die für den internationalen Markt geplant sind. Die Zertifizierung stellt sicher, dass diese Produkte den akkreditierten Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen und erleichtert somit den Markteintritt. Durch die Kooperation mit anerkannten Prüforganisationen wie Underwriters Laboratories (UL) bietet die Limited Production Certification dafür eine sichere Grundlage.

Über den Autor

Benedikt Krayer

Als Betriebsleiter dreht sich bei Benedikt Krayer alles um die Planung, Konstruktion und Fertigung von UL Steueranlagen.

Er koordiniert u.a. die Abläufe, erstellt die Produktions- und Auftragsplanung und ist Ansprechpartner für die Kunden.

Kurzum: er sorgt dafür, dass die Produktion läuft.

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