UL STEUERSCHRANK WIKI by KRAYER

OSHA

NNNY + NRBX

Was bedeutet OSHA?

Die Occupational Safety and Health Administration, kurz OSHA, ist in den USA die Behörde für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Sie haben Fragen zur OSHA oder auch allgemein zu UL Schaltschränken für Nordamerika?

Dann rufen Sie uns an. Benedikt Krayer freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

+49 7176 99 888 22

UL Prüfungen

Die  OSHA wurde 1971 gegründet, um den OSH Act (Occupational Safety and Health Act), das amerikanische Bundesarbeitssicherheitsgesetz durchzusetzen, das ab diesem Zeitpunkt gültig war. Die Aufgabe der OSHA ist es, dabei zu helfen, die Anzahl und die Folgen von Arbeitsunfällen zu verringern und dafür zu sorgen, dass Mitarbeiter in Umgebungen arbeiten, die keine Gefahren für ihre Gesundheit und Unversehrtheit darstellen.

Unter anderem ist die OSHA auch zuständig für alle UL Prüfungen und UL Zertifizierungen.  Für Maschinenhersteller aus dem EU-Raum, die ihre Maschinen und Anlagen nach Nordamerika exportieren wollen, ist vor allem Artikel 29 des Codes of Federal Regulations (CFR) 1910 „Occupational Safety and Health Standards“ wichtig.  Denn dort sowie in den Artikeln 90.7, 110.2 und 110.3 des NEC (National Electrical Code) ist die Zulassung elektrisch gesteuerter Geräte und Systeme geregelt. Artikel 29 CFR 1910 gibt die geltenden Standards im Bereich Arbeitssicherheit vor.

EN und IEC Normen vs. UL Normen

Um Produkte auf den nordamerikanischen Markt zu exportieren, sind die europäischen Prüfungen auf Basis von EN- oder IEC-Normen nicht ausreichend. Die Konformität mit nationalen Regelwerken wie UL-, CSA- und ANSI-Prüfstandards ist zwingend vorgeschrieben. Für die OSHA sind Produkte nur dann sicher, wenn sie von einem staatlich anerkannten Prüflabor, einem „NRTL“ (Nationally Recognized Testing Laboratory) zugelassen und von diesen mit einem der geltenden Prüfzeichen, beispielsweise dem UL Prüfzeichen versehen wurden. Aktuell gibt es weltweit 19 NRTLs. Die OSHA akkreditiert die Prüflabore und veröffentlicht regelmäßig Listen dieser Prüfstellen.

Die Prüfung nach UL Normen dient dem Schutz der Anwender. Das Vorhandensein des Prüfzeichens wird regelmäßig kontrolliert – zum Beispiel bei Arbeitsplatzinspektionen, die die OSHA unangemeldet durchführt.

Vergleicht man die IEC-Normen (International Electrotechnical Commission) und die europäischen Normen (EN) mit den OSHA Standards, so sind die OSHA Standards in Bezug auf die technischen Anforderungen deutlich konkreter als die entsprechenden europäischen Normen. Ein großer Unterschied besteht zudem in der Adresse, an die sich die Normen richten: während die OSHA Normen für die Arbeitgeber bestimmt sind, die die Maschinen und Anlagen betreiben, richten sich die EU-Richtlinien vorwiegend an die Hersteller und Integratoren der Maschinen und Anlagen.

Über OSHA

Die Aufgabe der Arbeitsbehörde besteht darin, sicherzustellen, dass die Mitarbeiter in einer sicheren und gesunden Umgebung arbeiten. Dazu legt sie Standards fest und setzt diese durch. Darüber hinaus bietet sie Schulungen, Öffentlichkeitsarbeit, Weiterbildung und Unterstützung an. Arbeitgeber sind verpflichtet, alle geltenden OSHA-Standards einzuhalten. Sie müssen auch die „General Duty Clause“, die allgemeine Pflichtklausel des OSH Act einhalten, die von Arbeitgebern verlangt, ihren Arbeitsplatz frei von ernsthaften, anerkannten Gefahren zu halten.

Im Falle eines Arbeitsunfalls an einer Maschine oder an einem Arbeitsplatz untersuchen und bewerten OSHA Inspektoren den Vorfall. Stellt sich dabei heraus, dass vorgegebene Normen nicht eingehalten wurden, kann die OSHA hohe Bußgelder verhängen.

Sie wollen mehr über die UL Normen und den Schaltschrankbau für Nordamerika erfahren?

Dann schreiben Sie uns. Benedikt Krayer freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre E-Mail an uns

Geschichte der OSHA

Seit 1934 behandelte in den USA das „Bureau of Labour Standards“ im Arbeitsministerium Fragen der Sicherheit am Arbeitsplatz. Nach dem zweiten Weltkrieg setzten sich neue, mächtige Gewerkschaften für mehr Arbeitssicherheit ein. Als die Verletzungsraten an Arbeitsplätzen in den 60er Jahren aufgrund der wirtschaftlichen Expansionen wieder anstiegen, nahm der politische Druck zu und der Kongress richtete am 28. April 1971, dem Datum des Inkrafttretens des Arbeitsschutzgesetzes, die Arbeitsschutzbehörde (OSHA) ein. Die neue Arbeitsagentur übernahm einen Großteil des bisherigen Bureau of Labour Standards.

Im Lauf der Jahre führte die OSHA zahlreiche Schulungs-, Compliance-Unterstützungs- und Gesundheits- und Sicherheitsanerkennungsprogramme durch. 1972 startete das OSHA Training Institute, das das Gesundheits- und Sicherheitspersonal der Regierung und des Privatsektors ausbildet. 1978 kam das Stipendienprogramm „Susan Harwood Training Grant Program“ hinzu, in dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber darin geschult werden, wie sie Gefahren am Arbeitsplatz verringern. 1982 begannen dann die Freiwilligenschutzprogramme, die es Arbeitgebern ermöglichen, sich als „Musterarbeitsplätze“ zu bewerben, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllen.