UL STEUERSCHRANK WIKI by KRAYER

HazLoc

NNNY + NRBX

Was bedeutet HazLoc?

HazLoc ist die Abkürzung für Hazardous Locations und heißt übersetzt „gefährliche Orte“. In der Steuerungstechnik werden Orte als HazLoc bezeichnet, an denen das Risiko eines Feuers oder einer Explosion besteht.

Sie haben Fragen zum Thema HazLoc oder auch allgemein zu UL Schaltschränken für Nordamerika?

Dann rufen Sie uns an. Benedikt Krayer freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

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Hazardous Locations (HazLoc)

Um Arbeitnehmer am Arbeitsplatz vor möglichen Explosionen und Bränden, die durch Geräte verursacht werden, zu schützen, gibt es für Europa und Nordamerika unterschiedliche Klassifizierungssysteme. Hinzu kommt eine Vielzahl von Normen, die unbedingt einzuhalten sind. Und genau diese Unterschiede stellen Projektierer und Hersteller von Maschinen, Geräten und Anlagen, die ihre Produkte von Europa nach Nordamerika exportieren wollen, vor große Herausforderungen.

Denn der Explosionsschutz in Nordamerika, die „HazLoc-Certification“ unterscheidet sich erheblich von ATEX und IECEx, den Standards für Europa und viele andere Länder.

Klassifizierung für HazLoc

In Nordamerika legt die OSHA, die US-amerikanische Arbeitsschutzbehörde, die Anforderungen an die Arbeitsplätze auf der Basis von Sicherheitsstandards fest, die von Organisationen wie der NFPA, der National Fire Protection Association, entwickelt wurden. Eine sehr wichtige Norm ist in diesem Zusammenhang NFPA 70, der National Electrical Code (NEC). Er definiert explosionsgefährdete Bereiche als Bereiche, in denen Brand- oder Explosionsgefahren durch brennbare Gase oder Dämpfe, brennbare Flüssigkeiten, brennbare Stäube oder entzündliche Fasern oder Schwebstoffe entstehen können. Diese Definition stellt die Grundlage für die Klassifizierung von Hazardous Locations in Nordamerika dar.

Im Detail werden die die explosionsgefährdeten Bereiche jeweils nach Typ des Gefahrenbereichs, Zustand und Art der gefährlichen Materialien klassifiziert.

Typ des Gefahrenbereichs

  • Klasse I umfasst Bereiche, in denen brennbare Gase oder Dämpfe in ausreichender Menge in der Atmosphäre sein können, um explosiv oder entzündbar zu sein.
  • Klasse II bezieht sich auf Bereiche, die durch das Vorhandensein von in der Luft schwebenden, brennbaren Stäuben gefährdet sind.
  • Klasse III umfasst Bereiche, in denen sich Fasern und Schwebstoffe in der Nähe von Maschinen oder auf Beleuchtungskörpern ansammeln und durch Funkenschlag, Hitze oder heißes Metall entzünden können.

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Betriebsbedingungen - Zustand

  • Division 1 (Normalzustand) – die Gefahr ist im normalen Produktionsalltag sowie bei häufigen Reparatur- und Wartungsarbeiten vorhanden.
  • Division 2 (Anormaler Zustand) – die Gefahr tritt nur bei zufälligem Bruch, Bersten oder fehlerhafter Bedienung auf.

Art der Gefahrenstoffe

  • In Klasse I werden die Gefahrenstoffe nach der Zündtemperatur des Stoffes, seinem Explosionsdruck und anderen brennbaren Eigenschaften gruppiert. Gruppen: A (Acetylen), B (Wasserstoff), C (Ethylen) und D (Propan).
  • In Klasse II erfolgt die Einteilung nach Zündtemperatur und Leitfähigkeit des Gefahrenstoffes
    Gruppen: E (Metallstäube), F (Kohlenstäube) und G (Getreidestäube).
  • In Klasse III befinden sich Materialien aus der Holz- und Textilverarbeitung, die leicht entzündlich, aber nicht explosionsgefährlich sind.
    Gruppen: Fasern und Schwebstoffe in der Holz- und Textilverarbeitung
HazLoc Klassifizierung
Klassifizierungskennzeichen von UL

HazLoc Certification

Um Geräte für explosionsgefährdete Bereiche in Nordamerika zu zertifizieren, ist eine Prüfung durch ein staatlich anerkanntes Prüflabor, ein „NRTL“ (Nationally Recognized Testing Laboratory) erforderlich. Die OSHA akkreditiert diese Prüflabore und veröffentlicht regelmäßig Listen dieser Prüfstellen. Aktuell gibt es weltweit 19 NRTLs.

Bei der Prüfung von Geräten für HazLoc-Bereiche werden das Design und die Spezifikationen von Komponenten bewertet, die für die Sicherheit von entscheidender Bedeutung sind. Die Bewertungen können unter anderem Funkenprüfungen, Oberflächentemperaturprüfungen, Eindringschutzprüfungen und Fallprüfungen umfassen, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Im Rahmen der HazLoc Certification wird auch die Produktionsstätte geprüft, um die Kontinuität in der Produktion zu kontrollieren.

Wie wird eine Steuerungsanlage für HazLoc zertifiziert?

Elektrische Bauteile stellen eine potenzielle Zündquelle dar und müssen deshalb im Bereich HazLoc für die Zertifizierung zusätzliche Standards und Regularien einhalten. So gilt für Steuerschränke, die sich in Hazardous Locations befinden, die Norm UL 1203, die die UL, (Underwriters Laboratories Inc.), das führende nordamerikanischen Prüflabor und NRTL, entwickelt hat.  Sie ist die Standardnorm für explosions- und staubexplosionsgeschützte elektrische Geräte zur Verwendung in genau klassifizierten, explosionsgefährdeten Bereichen.

Zur Webseite für UL 1203 Ex-Steuerschränke

Für Schaltschränke, die nicht direkt in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, jedoch eine unmittelbare Verbindung zu diesen aufweisen, gilt die Norm UL 698A. Dieser Bereich wird auch Ex-i-Bereich genannt.

Zur Webseite für UL 698A Ex-i-Steuerschränke

Die UL Normen UL 1203 und UL698A gelten für alle Steuerungsanlagen in HazLoc, die in die USA exportiert werden. Sie tragen dazu bei, dass UL Explosionsgefahr an us-amerikanischen Arbeitsplätzen weitestgehend ausschließen kann.

Was bedeutet Hazloc?

HazLoc ist die Abkürzung für Hazardous Locations und heißt übersetzt „gefährliche Orte“. In der Steuerungstechnik werden Orte als HazLoc bezeichnet, an denen das Risiko eines Feuers oder einer Explosion besteht.

Hazardous Locations (HazLoc)

Um Arbeitnehmer am Arbeitsplatz vor möglichen Explosionen und Bränden, die durch Geräte verursacht werden, zu schützen, gibt es für Europa und Nordamerika unterschiedliche Klassifizierungssysteme. Hinzu kommt eine Vielzahl von Normen, die unbedingt einzuhalten sind. Und genau diese Unterschiede stellen Projektierer und Hersteller von Maschinen, Geräten und Anlagen, die ihre Produkte von Europa nach Nordamerika exportieren wollen, vor große Herausforderungen.

Denn der Explosionsschutz in Nordamerika, die „HazLoc-Certification“ unterscheidet sich erheblich von ATEX und IECEx, den Standards für Europa und viele andere Länder.

Klassifizierung für HazLoc

In Nordamerika legt die OSHA, die US-amerikanische Arbeitsschutzbehörde, die Anforderungen an die Arbeitsplätze auf der Basis von Sicherheitsstandards fest, die von Organisationen wie der NFPA, der National Fire Protection Association, entwickelt wurden. Eine sehr wichtige Norm ist in diesem Zusammenhang NFPA 70, der National Electrical Code (NEC). Er definiert explosionsgefährdete Bereiche als Bereiche, in denen Brand- oder Explosionsgefahren durch brennbare Gase oder Dämpfe, brennbare Flüssigkeiten, brennbare Stäube oder entzündliche Fasern oder Schwebstoffe entstehen können. Diese Definition stellt die Grundlage für die Klassifizierung von Hazardous Locations in Nordamerika dar.

Im Detail werden die die explosionsgefährdeten Bereiche jeweils nach Typ des Gefahrenbereichs, Zustand und Art der gefährlichen Materialien klassifiziert.

Typ des Gefahrenbereichs

  • Klasse I umfasst Bereiche, in denen brennbare Gase oder Dämpfe in ausreichender Menge in der Atmosphäre sein können, um explosiv oder entzündbar zu sein.
  • Klasse II bezieht sich auf Bereiche, die durch das Vorhandensein von in der Luft schwebenden, brennbaren Stäuben gefährdet sind.
  • Klasse III umfasst Bereiche, in denen sich Fasern und Schwebstoffe in der Nähe von Maschinen oder auf Beleuchtungskörpern ansammeln und durch Funkenschlag, Hitze oder heißes Metall entzünden können.

Betriebsbedingungen – Zustand

  • Division 1 (Normalzustand) – die Gefahr ist im normalen Produktionsalltag sowie bei häufigen Reparatur- und Wartungsarbeiten vorhanden.
  • Division 2 (Anormaler Zustand) – die Gefahr tritt nur bei zufälligem Bruch, Bersten oder fehlerhafter Bedienung auf.

Art der Gefahrenstoffe

  • In Klasse I werden die Gefahrenstoffe nach der Zündtemperatur des Stoffes, seinem Explosionsdruck und anderen brennbaren Eigenschaften gruppiert. Gruppen: A (Acetylen), B (Wasserstoff), C (Ethylen) und D (Propan).
  • In Klasse II erfolgt die Einteilung nach Zündtemperatur und Leitfähigkeit des Gefahrenstoffes
    Gruppen: E (Metallstäube), F (Kohlenstäube) und G (Getreidestäube).
  • In Klasse III befinden sich Materialien aus der Holz- und Textilverarbeitung, die leicht entzündlich, aber nicht explosionsgefährlich sind.
    Gruppen: Fasern und Schwebstoffe in der Holz- und Textilverarbeitung
HazLoc Klassifizierung
Tab 1: NEC - Klassifizierung für HazLoc

HazLoc Certification

Um Geräte für explosionsgefährdete Bereiche in Nordamerika zu zertifizieren, ist eine Prüfung durch ein staatlich anerkanntes Prüflabor, ein „NRTL“ (Nationally Recognized Testing Laboratory) erforderlich. Die OSHA akkreditiert diese Prüflabore und veröffentlicht regelmäßig Listen dieser Prüfstellen. Aktuell gibt es weltweit 19 NRTLs.

Bei der Prüfung von Geräten für HazLoc-Bereiche werden das Design und die Spezifikationen von Komponenten bewertet, die für die Sicherheit von entscheidender Bedeutung sind. Die Bewertungen können unter anderem Funkenprüfungen, Oberflächentemperaturprüfungen, Eindringschutzprüfungen und Fallprüfungen umfassen, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Im Rahmen der HazLoc Certification wird auch die Produktionsstätte geprüft, um die Kontinuität in der Produktion zu kontrollieren.

Wie wird eine Steuerungsanlage für HazLoc zertifiziert?

Elektrische Bauteile stellen eine potenzielle Zündquelle dar und müssen deshalb im Bereich HazLoc für die Zertifizierung zusätzliche Standards und Regularien einhalten. So gilt für Steuerschränke, die sich in Hazardous Locations befinden, die Norm UL 1203, die die UL, (Underwriters Laboratories Inc.), das führende nordamerikanischen Prüflabor und NRTL, entwickelt hat.  Sie ist die Standardnorm für explosions- und staubexplosionsgeschützte elektrische Geräte zur Verwendung in genau klassifizierten, explosionsgefährdeten Bereichen.

Zur Webseite für UL 1203 Ex-Steuerschränke

Für Schaltschränke, die nicht direkt in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, jedoch eine unmittelbare Verbindung zu diesen aufweisen, gilt die Norm UL 698A. Dieser Bereich wird auch Ex-i-Bereich genannt.

Zur Webseite für UL 698A Ex-i-Steuerschränke

Die UL Normen UL 1203 und UL698A gelten für alle Steuerungsanlagen in HazLoc, die in die USA exportiert werden. Sie tragen dazu bei, dass UL Explosionsgefahr an us-amerikanischen Arbeitsplätzen weitestgehend ausschließen kann.